Stahlenbelastung beim Babyphone

Für Eltern bietet das Babyphone ein hohes Maß an Sicherheit und eine gewisse Unabhängigkeit. Kaum sind die Kleinsten eingeschlafen, beginnt die Sendung. Mithilfe der elektronischen Lauscher lassen sich sämtliche Geräusche im Kinderzimmer wahrnehmen, sodass Eltern auch einmal im Keller, Garten oder in der Küche ihren Aufgaben nachgehen können. Sie müssen nicht ständig nervös horchen, ob der Nachwuchs nur träumt oder spielt oder sich aus Durst oder Hunger bereits wieder bemerkbar macht.

 

Was ist ein Babyphone?

Zum Babyphone gehören immer zwei Geräte: Das Eine befindet sich direkt im Kinderzimmer, wobei alle Geräusche durch ein integriertes Mikrofon zum Lautsprecher des Anderen übertragen werden. Letzteres kann sich an jeder beliebigen Position der Wohnung oder des Hauses und in einem gewissen Umkreis befinden, sodass die Eltern stets ihr Kind hören können. Das Babyphone kann normalerweise über jede Steckdose mit Energie versorgt oder per Akku oder Batterie betrieben werden.

 

Welche Technologie minimiert die Strahlenbelastung?

Analoge Babyphones senden lediglich dann, wenn irgendein Geräusch auftritt – hierbei kann es sich allerdings auch um Geschrei von Nachbarskindern handeln. Strahlenbelastung entsteht hierbei nur in minimaler Stärke. Diese fällt bei innovativen Babyphones mit DECT-System (DECT= Digital Enhanced Cordless Telecommunications – digitale Technologie, die bei schnurlosen Telefonen angewendet wird) höher aus, da das Gerät permanent auftretende Geräusche an das Empfangsgerät sendet. Allerdings erreicht dieser Elektrosmog lediglich circa sechs Prozent des Grenzwertes.

Vorteile der DECT-Babyphones: Die unterschiedlichen Modelle dieser Geräte bieten manche Extras wie beispielsweise eine Gegensprechanlage, eine Überwachungskamera, Ermittlung von Luftfeuchte und Zimmertemperatur, oder die Möglichkeit Schlaflieder abzuspielen. Ein Babyphone mit DECT-Technologie ist zudem störungsunanfällig. Allerdings hat derartige Technik und Sicherheit für Babys auch ein etwas erhöhtes Preisniveau.

 

Das Smartphone als Alternative?

Ein Smartphone als Babyphone hat seine Vorteile: Passende Apps ermöglichen den Einsatz im Kinderzimmer. Die jeweiligen Programme sind entweder gratis oder für wenige Euro zu kaufen. Das Smartphone wird im Babyzimmer deponiert und die bereits aktivierte Software wählt die programmierte Telefonnummer an, wenn ein gewisser Lärmpegel erreicht wird.

Nachteile: Um die Funktion sicherzustellen, darf im Bereich des Schlafplatzes kein Funkloch bestehen. Smartphones produzieren zudem deutlich mehr Strahlung und Elektrosmog als klassische Babyphones. Wird das Handy allerdings nur selten genutzt und immer zwei Meter Abstand zum Kinderbett eingehalten, kann es als Alternative eingesetzt werden.

 

Babyphone kaufen – Tipps

Babyphones an sich sollten stets in einem Meter Mindestabstand zum Baby aufgestellt werden, um Strahlenbelastung zu verhindern oder mindestens zu verringern. Wird das Babyphone mittels Netzstecker mit Energie versorgt, sollte die Steckdose mindestens fünfzig Zentimeter vom Kinderbett entfernt sein. Verfügt das Gerät über eine Reichweitenkontrolle, ergibt sich eine höhere elektromagnetische Funkstrahlung. Besser ist also ein Babyphone, das die Abschaltung dieser Funktion erlaubt oder diese gar nicht besitzt.

Viele Eltern schwören derzeit auf Babyphones mit integrierter Videoüberwachung. Hierbei gibt es allerdings deutliche Nachteile: Einerseits strahlt das Gerät dauerhaft und andererseits ist es äußerst schnell entladen – der Energieverbrauch somit wesentlich höher.

Achtung: Nachbarn hören mit! Babyphones sind keinesfalls abhörsicher, da das Sendesignal ohne jegliche Verschlüsselung arbeitet. Jede Person mit einem gleichwertigen Gerät oder entsprechendem Spezialempfänger kann jedes Gespräch belauschen!